Wir haben ein Problem mit der Gewalt Gottes im Alten Testament“ Mit diesen Worten stieg Dr. Andreas Loos in den MEHRGRUND-Tag vom 19. Januar 2019 ein. Es wurde mucksmäuschen Still im Saal. Denn es ging nicht um eine abgehobene Debatte. Es ging um die Auseinandersetzung mit existentiellen Glaubensfragen. Am MEHRGRUND-Tag konnte man mit kompetenten Referenten diskutieren und spürte dabei ihre eigene Betroffenheit und Begeisterung für den christlichen Glauben.

 

Ca. 90 junge Menschen besuchten den MEHRGRUND-Tag in der Bethel-Kapelle in Zürich.  Der interaktive Jugend-Apologetik-Tag wurde inspiriert vom Reboot-Event , den man zuvor auf einer Jugendallianz-Studienreise in London kennenlernte. Nach tollen ersten Erfahrungen im PraiseCamp16 wollten wir den Glaubensfragen junger Menschen an einem speziellen Tag Platz geben. Der MEHRGRUND-Tag hat 2019 bereits zum zweiten Mal stattgefunden.

 

Dr. Andreas Loos stellte sich mutig und direkt der Frage, ob der Gott des Alten Testamentes ein grausamer Gott ist.  Wie lassen sich Aufrufe zu Gewalt in der Bibel verstehen, zum Beispiel im Alten Testament? Hat Gott eine böse Seite? Und wieso muss er durch Opfer besänftigt werden? Wir untersuchen, an was für einen Gott Christen glauben.

Heike Breitenstein, Mitarbeiterin beim  Zacharias Institut, referierte zur Frage, warum Gott das Leid zulässt. Kann Gott das Leid in der Welt nicht beenden – oder will er einfach nicht? Diese Frage ist nicht nur eine denkerische Herausforderung, sondern auch ganz persönlich, wenn wir im eigenen Leben Schlimmes erfahren.

Samuel Leder, der seit langem mit der VBG verbunden ist und heute als Architekt arbeitetet fragte sich, wie das mit der Wahrheit und der Toleranz denn zu verstehen ist. Ist Glaube Geschmacksache? Weshalb meinen viele Christen, sie hätten die Wahrheit für sich gepachtet? Haben nicht alle irgendwie Recht – gerade, wenn es um Glaube und Religion geht? Wie könnte Jesus ein Vorbild im Umgang mit Andersdenkenden sein?

 

Nach den Referaten stellten sich die Referentinnen und Referenten den Fragen der Teilnehmenden. Viel Platz nahmen jedoch die Q&A-Zeiten (Question and Answer/ Frage und Antworten) ein. Teilnehmende konnten beliebige Glaubensfragen stellen, welche ihnen dann von kompetenten und erfahrenen Christen beantwortet wurden. Mit einer Band nahm man sich Zeit, nicht zur über Gott zu reden, sondern betend und singend auch mit ihm in Berührung zu kommen.

 

Andi Bachmann-Roth, der Jugendbeauftragte der Jugendallianz ist begeistert von MEHRGRUND. Hier wird ein begeisterter, überzeugender und begründeter Glaube vorgelebt. Fragen und Zweifel werden hier ernst genommen und angstfrei  diskutiert. Es ist sehr ermutigend, wie Jugendliche an diesem Tag in ihrer Jesus-Nachfolge ermutigt werden. Einige machen hier zum ersten Mal einen konkreten Schritt auf Jesus zu.

 

Der MEHRGRUND-Tag 2020 findet am 18. Januar statt.